Wie die Zeit nach dem Abitur wirklich ist

" Endlich habe ich die Schule hinter mich gebracht!" - "Jetzt werde ich erstmal richtig abspannen!" - "Ich weiß noch nicht, was ich machen möchte" - " Ich gehe erstmal ins Ausland, um zu schauen, was ich wirklich möchte." "Ich habe einen genauen Plan, was ich nach der Schule machen möchte."

Viele, die momentan ihr Abitur machen kennen diese Aussagen wahrscheinlich sehr genau. Ich für meinen Teil habe letztes Jahr Abitur gemacht und studiere ja jetzt mittlerweile, wie ihr vielleicht wisst. Das Abitur zu machen ist eine ganz aufregende Zeit. Man lernt Abschied zu nehmen, von einer jahrelangen Routine, die man täglich erlebt hat. Ich möchte heute ein bisschen aus meinen eigenen, ganz persönlichen Erfahrungen sprechen und euch erzählen, wie ich mich nach meinem Abitur gefühlt habe und welche dieser Aussagen am besten auf mich zutrifft. Dazu muss man sagen, dass dies meine persönliche Erfahrung ist und ich nur für mich und nicht für alle reden kann. 

Die Zeit nach den Prüfungen

Die Zeit nach den Prüfungen habe ich damit verbracht, arbeiten zu gehen. Ich habe in einem Blumenhandel als Spargelverkäuferin gearbeitet, um die Zeit zwischen Abitur und Studium zu überbrücken. Ich bin ein Mensch, der gerne immer etwas zu tun hat. Ich hasse es, wenn ich in den Tag lebe und keine Routine, bzw. einen geregelten Tagesablauf habe. 
Natürlich habe ich auch viel unternommen, bin viel gereist, aber ich war irgendwann einfach wo endlich mit meinem Studium anfangen zu können. Wobei wir beim nächsten Thema wären:

Bewerben

Ich wusste, dass ich eigentlich nicht studieren wollte. Ich wollte einen kreativen Ausbildungsberuf machen, indem ich direkt Geld verdiene und praktisch ausgebildet werde. Zudem hatte ich keine Lust mehr auf das ständige Lernen. Ich hatte mich dann für mehrere Ausbildungsberufe beworben.
Einmal für Bühnenplastikerin, einmal für Raumaustatterin und mehrere Male in verschiedenen Betrieben für den Ausbildungsberuf der Gestalterin für visuelles Marketing.
Ihr fragt euch jetzt bestimmt: Wieso studierst du überhaupt, wenn du es eigentlich gar nicht wolltest? Die Frage ist absolut berechtigt. Ich habe aber eine ganz klare Antwort: Ich habe für alle Ausbildungsplätze Absagen über Absagen bekommen. Für mich stand in erster Linie die Kreativität im Vordergrund. Ich wollte immer irgendeinen Beruf ausüben, indem ich in irgendeiner Weise kreativ sein kann. Mein Plan B war immer das Lehramt. Ich hatte mir immer gesagt, wenn ich meinen Plan A nicht ausüben kann, dann werde ich Lehrerin! Mein Plan war dann: Deutsch und Kunst auf Grundschullehramt zu studieren. Wie ihr sicherlich wisst, studiere ich Deutsch und Geographie auf Lehramt. Für Kunst muss man eine Eignungsprüfung machen, welche ich letztes Jahr nicht bestanden habe. Ich dachte mir : ,, Ok, gut, dann fange ich erst einmal an und schaue mir Geographie an. Vielleicht gefällt es mir ja." Ich habe dann angefangen zu studieren, immer mit dem Hintergedanken nach zwei Semestern von Geographie zu Kunst zu wechseln. (Es geht erst nach zwei Semestern, weil die Eignungsprüfung immer nur zum Wintersemester stattfindet.) 
Die Kunstprüfung werde ich nächsten Monat noch einmal machen und schauen, ob ich dann wechseln kann. 
Was ich euch eigentlich sagen möchte ist: Informiert euch wo es nur geht! Auf Messen, an den Open Campus Days oder in Beratungsstellen. Es gibt so viele Möglichkeiten, die euch weiterhelfen werden, wenn ihr nicht wisst, was ich machen könnt. 

Mein derzeitiger Standpunkt

Ich bin froh, dass ich angefangen habe zu studieren. Ich bin froh, diesen Weg gewählt zu haben, muss aber auch sagen, dass wenn ich mich besser informiert hätte, mir viele Fragen und Ereignisse erspart geblieben wären. Ich studiere sehr gerne, auch wenn ich im Moment nicht so Recht weiß, wie es weiter geht, wenn ich die Kunstprüfung nicht bestehe. Aber wo ein Wille ist, ist auch ein Weg! Oder? 


Mein letzter Rat

Ich möchte euch nur noch eine Sache ans Herz legen: Nehmt die Berufswahl nicht auf die leichte Schulter. Informieren, informieren und informieren! Natürlich kann es bei anderen Leuten ganz anders gelaufen sein, aber in meinem Fall war es leider so, dass ich momentan vor ganz vielen Fragezeichen stehe. Und was vor allem wichtig ist: Schaut euch auch andere Unis und co an. Der NC entscheidet im Endeffekt, ob ihr das studieren könnt, was ihr euch vorstellt. Bei mir ist es nämlich so, dass ich an meine Uni in meinen Wunschstudiengang nicht reinkommen, weil ich 0.2 (!!!!!) vom NC abweiche. Ich könnte mich jetzt noch stundenlang über das NC-System aufregen, aber ich möchte hier ja auch nicht all zu schlechte Stimmungen auslösen. ;)


Von daher wünsche ich euch einen schönen Start ins Wochenende!

Annika

Kommentare

  1. Hey,

    ein sehr interessanter Post. Ich habe mich tatsächlich rechtzeitig und viel informiert vor meinem Studium und trotzdem konnte ich zu diesem Zeitpunkt irgendwie noch gar nicht wissen, was ich jetzt weiß. Ich habe mich super viel mit mir selbst beschäftigt und nun mein Interesse im Bereich Psychologie und Coaching entdeckt. Jetzt studiere ich mein momentanes Fach aber schon so lange, dass ich es durchziehen werde. Danach werde ich wahrscheinlich aber noch einen anderen Weg einschlagen. Also ich stimme dir zu:Informieren ist extrem wichtig! Aber oft bringt das Leben einem dann noch ganz neue Wege oder Inspirationen und alles kommt ganz anders :) Man sollte sich einfach mit sich selbst und seinen Träumen auseinandersetzen und dann wird das schon.

    Liebste Grüße,
    Alina von www.selfboost.de

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    1. Wie Recht du hast! Ich denke auch, dass es extrem wichtig ist, dass man sich nicht unter Druck setzt :)
      Lieben Dank, für deinen netten Kommentar! :)

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